Tagebuch des aktuellen Stottertherapie-Sommercamps

Samstag, 9. August 2008

Samstag, 09.08.2008

...und die erste Woche ist fast schon vorbei.

Bisher verlief alles friedlich und ohne "Katastrophen" und Unfälle.
Die Kinder und Jugendlichen verstehen sich gut.
Es sind sprachlich und auch im allgemeinen Verhalten positive Entwicklungen zu sehen.
Alle haben Spaß mit einander.
Das Team arbeitet gut zusammen...

"So soll es sein - so kann es bleiben...
...so hab ich es mir gewünscht..."
(Mein Liebligslied von "ICH UND ICH")

Heute um 14.00 ist das erste "Elternseminar", wo wir Fragen rund um das Thema "STOTTERN" besprechen werden. Zu Beginn machen wir gemeinsam die Stimm- und Sprechübungen, damit die Eltern auch einmal erfahren können, wie sich das anfühlt...
Ca. 16.30 - 17.00 können die Eltern, die da sind, ihre Kinder mit heim nehmen. Am Sonntag um 18.00 sollten dann alle Teilnehmer wieder zurück in Karsee sein. Bitte nicht vor 17.00 Uhr, weil es sein kann, dass dann noch niemand hier ist. Die anderen werden vermutlich einen Ausflug an den Bodensee machen.
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Um 14.00 haben wir zusammen mit den Eltern vor dem Haus getanzt und Stimmübungen gemacht. Es war eine tolle, lockere, fröhliche Atmosphäre.
Dann gingen die Eltern und die meisten Praktikantinnen in den Therapieraum und wir sprachen über STOTTERN und Stottertherapie, auch über die bisherigen Erfahrungen und Entwicklungen hier im Sommercamp in Karsee.
Ich glaube, ich konnte vermitteln, dass das Sprechen im Sinne von "Sprechablauf" in der Therapie nur zweitrangig ist. Erst müssen ganz andere Bereiche angegangen werden, Grundlagen gelegt und Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit aufgebaut werden. Dazu ist es manchmal auch notwendig, klare Regeln aufzustellen und auf deren Einhaltung zu bestehen - auch klare Grenzen zu setzen. Grenzen schaffen Raum für Freiheit. Diese Grenzen können mit der Zeit erweitert werden. Sie schaffen aber auch Sicherheit. Ohne Grenzen verliert man leicht die Orientierung... Ohne klare Regeln ist man oft hilflos... Vor allem Kinder und Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem "Lebensraum" sind.

Während des Elternseminars haben die Teilnehmer mit den Betreuerinnen auf der Wiese gespielt und die Eltern konnten sich vom Fenster aus überzeugen, mit welcher Begeisterung selbst 18-Jährige "Kinderspiele" wie "faules Ei" und "Kettenfangen" machen.

Viele Eltern haben ihre Kinder danach mitgenommen bis morgen Abend.
Mit Baden und Spielen klang der Tag aus... Morgen ist erst um 9.00 Frühstück - und kein Frühsport!!!

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