Tagebuch des aktuellen Stottertherapie-Sommercamps

Montag, 4. August 2008

Montag, 4. August 2008

Um 6.20 Wecken, um 6.30 pünktlich los zum Frühsport:

Tanzen, Gehen, Joggen, Schwimmen.



Das Frühstück verlief heute noch (für uns) lauter als gewohnt. Ab morgen wird morgens geschwiegen - zur Freude der "alten" Betreuerinnen, die die Ruhe am Morgen genießen.

Die Morgenrunde begann mit Sitzen im Kreis bei ruhiger Musik und ersten bewussten Wahrnehmungsübungen. Dann Gehen im Raum, ohne einander zu berühren. Bei der Enge gar nicht so einfach. Das geht auch nur, wenn man ganz bewusst und behutsam und langsam geht - für einige schon eine etwas schwierige Übung. Mit geschlossenen Augen wurde es dann noch lustiger...
Danach Tanzen - erst ruhig, dann etwas flotter (Seeed).
Die Begrüßungsrunde zeigte wieder, auf welch unterschiedliche Art die Teilnehmer stottern und dass es manchmal ganz schön schwierig sein kann, ruhig zuzuhören, wenn jemand zum Reden etwas länger braucht. Dann erzählten viele, wie sie die erste Nacht hier empfunden haben und wie sie geschlafen haben. Auch eine gute Übung, vor anderen zu reden. Nachdem noch einige wichtige Dinge besprochen waren, gab es eine Pause und dann lustige "Kinderspiele", bei denen alle begeistert dabei waren - die ganze Gruppe!


Das erste Mittagessen schmeckte Sehr gut! Danke Eveline und ihren Helferinnen.
Jetzt ist Mittagsruhe, dann geht es kurz zum Schwimmen und danach ist wieder Therapie. Thema wird das Stottern sein... Was ist das? Wie zeigt es sich? Wie erleben es die Stotternden und wie die Zuhörer? Was ist der Unterschied zwischen Stottern und flüssigem Sprechen?



Dank der Gemeinde Karsee haben wir die Turnhalle zur Verfügung. Da kann man sich beim tanzen richtig austoben.


Das Spielen mit dem Stottern war für alle sehr spannend. Erst beim Zuhören und dann beim selber Ausprobieren. Am Abend meinten die Praktikantinnen, dass sie gar nicht gedacht hätten, wie anstrengend Stottern ist, wenn man es über längere Zeit macht.
Auch nach der Therapie, beim Spielen auf dem Sportgelände der Schule Karsee, haben wir bewusst weiter gestottert - absichtlich und auffällig!

Der Tag war wieder schnell rum und beim Abendessen hatten alle einen Bären-Hunger. Die Spaghettis vom Mittag waren bald weg und es gab noch Spezialisten, die z.B. einen Spezial-Baguette-Döner zusammenbauten...


Am Abend war es wesentlich schneller ruhig als am Abend zuvor. Den ganzen Tag aktiv sein (und nicht vor dem Fernseher oder am PC bzw. der Spielekonsole), das ist anstrengend - tut aber auch gut!


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